1960 bis 1990
1963 schloss die Stadt Wismar einen Vertrag mit dem Staatstheater Schwerin, um das Theater Wismar als dessen Zweigstelle zu führen. Organisatorische Schwierigkeiten führten jedoch zu einem Besucherrückgang, der durch kreative Maßnahmen wie einen Malwettbewerb langsam wieder ausgeglichen wurde.
1967 wurde das Theater unter Heiner Franks Leitung umfassend renoviert. Foyer, Kasse, Garderobe und Rundgang erstrahlten in neuem Glanz, dank der Unterstützung von Mitarbeitern der Mathias-Thesen-Werft.
In den Folgejahren erfreute sich das Theater wachsender Beliebtheit, insbesondere bei jungen Zuschauern. Ensembles aus Parchim, Rostock und Schwerin bereicherten das Programm und trugen zur steigenden Besucherzahl bei.
Mitte der 70er Jahre veränderte sich die Theaterlandschaft Wismars. Neue Konkurrenz durch eine Kultur- und Sporthalle sowie das Theater im Kulturhaus der MTW-Werft führte zu sinkenden Besucherzahlen und einem häufigen Wechsel der Theaterleitung. 1976 wurde das Theater wieder eigenständig und der Stadt Wismar unterstellt. Es folgten neue Kooperationen und ab 1980 ein Anstieg der Besucherzahlen. Der Zuschauerraum wurde modernisiert und bot nun mehr Komfort.
Die politische Wende stellte das Theater vor Herausforderungen, doch es gelang ihm, sich schnell zu erholen und seine wichtige Rolle im kulturellen Leben der Stadt fortzusetzen.